Werner Gameriths Garten

Werner Gamerith, seines Zeichens Ur-Gewächs des österreichischen Umweltschutzes präsentierte mit einer exklusiven Vielfalt ge-bildeter Fotos das Prinzip Garten eindrucksvoll.

Er unterfütterte seinen Bildervortrag mit der Erfahrung und dem Wissen jahrzehntelanger Gestaltung seines Gartens im Mühlviertel. Gelassenheit deklamierte er als wichtigstes Prinzip, um einen Garten vielfältig wachsen zu lassen. Dafür braucht es biodiverse Orte, wo z.B. die immens wichtigen Wildbienen in sandigen Böden brüten können, oder wo sich Nützlinge in Totholz, Laubhaufen und Steinmauern zurückziehen können, oder wo heimische Blütenpflanzen – krautig und holzig – für die Bestäuber aus dem Insektenreich guten Bestand haben. Und dass sich dadurch erst eine funktionierende Nahrungspyramide etablieren kann.

Ein Garten muss nicht schön und gestriegelt sein, sondern darf wild und verwegen ausschauen!“ Deshalb dürfen die Stängel der toten Pflanzen über den Winter stehen, um Insekten bzw. deren Larven Möglichkeiten zum Überwintern zu lassen. Und ein Schwimmteich lässt sich als Wasserbiotop wunderbar integrieren. Und natürlich haben auch Beete Platz, die als Anbaufläche für Selbstversorgung genutzt werden.

So(mit) ist sein Garten eine wertvolle ökologische Insel und kann/soll als sogenannter Trittstein zu anderen Gärten dienen, über die wie in einem grünen Korridor Tiere, Pflanzen und andere Lebewesen wandern können.

Summasummarum sind vielfältige Gärten biovitale Oasen, und dadurch wertvoll und schön

Kommentar: Grüne Furth

Fotocredit: Michaela Mayer
Datum der Veröffentlichung: 09.2026