Further Kleidertausch

10% des globalen Kohlenstoffdioxidausstoßes werden dem Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC/Weltklimarat) zufolge durch unsere Garderobe verursacht – zu einem höheren Preis, als er beim Einkauf scheinen mag. Zwar wurde das Bewusstsein über die gravierenden Folgen der Modeindustrie in den letzten Jahren gestärkt, die weltweite Textilproduktion steigt jedoch weiterhin rasant an und wurde seit dem Jahr 2000 fast verdoppelt. Vergessen werden beim Kauf von Fast Fashion-Produkten dann meist die Rohstoffe, die der Natur entzogen, die Arbeitsbedingungen, unter welchen sie hergestellt werden und die gesundheitlichen Schäden, die mit ihnen einhergehen. Aber sollte sich unser Konsumverhalten statt am Motto „Kleider machen Leute“ nicht eher am Prinzip „Leute machen Kleider“ orientieren?




Mit der Covid-19 Pandemie gehen existentielle Krisen der TextilarbeiterInnen einher. Muss der Konsum von Produkten der Fast-Fashion-Labels steigen, um soziale Gerechtigkeit zu garantieren? „Back to normal“ darf hier keine ethisch vertretbare Devise sein. Stattdessen könnte die Unterstützung fairer, zertifizierter Unternehmen globalen Missständen entgegenwirken.


Um der Konsum- und Gewinnorientierung ein wenig entgegenzuwirken und auch die Freude am Tauschen anzuregen, fand im Sommer das erste Further Kleidertauschtreffen in Furth statt. In sehr ausgelassener Atmosphäre fanden viele Kleidungsstücke neue BesitzerInnen und wurden vielleicht sogar zu neuen Lieblingsteilen. Um Umweltbelastungen und soziale Ausbeutung zu reduzieren, muss Second Hand zur ersten Wahl werden.

Informationen für den zweiten Kleidertausch im Frühjahr 2021 erfolgen auf unseren Social Media Kanälen und unserer Homepage.











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